So kann man Wodka als Heilmittel nutzen

Streitbare Gemüter werden sich bei diesem Thema im Gespräch endlos lange über Sinn und Wirkung von Spirituosen, speziell beim Wodka, die Köpfe heiß reden. Fest steht aber schon vor Beginn einer solchen Diskussion von Verfechtern und Gegnern dieser Theorie – Spirituosen können in besonderen Fällen ein hilfreiches medizinisch begründetes Mittel der Wahl sein.

Wirkung von Wodka und anderen reinen Spirituosen

Besonders die reinen Brände, also diejenigen, die ohne Fasslagerung oder Zugabe von Farbstoffen hergestellt werden, eignen sich im Notfall für verschiedene medizinische Zwecke. Es wäre zwar eine Schande einen Wodka Grey Goose oder einen Edelwodka wie den Kauffman Vodka Special bei Zahnfleischproblemen als Desinfektionsmittel anzuwenden und gleichzeitig die schmerzstillende Wirkung nutzen, aber in der Not wäre auch dies nachvollziehbar. Das weiß ein jeder, der schon einmal eine heftige Zahnfleischentzündung hatte. Gerade die Desinfektionswirkung hat den Wodka in der Volksmedizin beliebt gemacht. Während der Kriegszeiten diente er bei Verwundungen sowohl zur Vermeidung von Wundbrand als auch bei Operationen als schmerzstillendes und betäubendes Narkotikum. Besonders die reinen Brände, die noch nicht auf Trinkstärke mit Wasser veredelt waren, wurden in den Feldlazaretten gerne verwendet.

Der Wodka und der Magen

Gerade in den kälteren Regionen wird von der Bevölkerung ein eher fettreiches Essen genossen, um den erhöhten Kalorienbedarf decken zu können. Wird zu viel an Fett aufgenommen, so kommt es schnell zu einem belastenden Völlegefühl und zu Schwierigkeiten bei der Verdauung. Ein kräftiger Smirnoff oder Moskovskaja hat hier schon vielen über diese kleinen Wehwehchen hinweg geholfen, den Magen beruhigt und den Darm entlastet.

Wodka auch begehrt bei Bergleuten

Wesentlich ernsthafter waren die Probleme bei Bergleuten und Arbeitern, die ständigem Staub ausgesetzt waren. Bei Ihnen entstand eine sich manifestierende Lungenerkrankung, häufig als Silikose – die berüchtigte Steinstaublunge. Besonders Werksärzte aus den Zechen und Koksereien im Ruhrgebiet und ihre Kollegen in Polen oder Russland erkannten schnell die Vorzüge von starken Spirituosen. Sie verschrieben ihren Patienten allzu gern einen kräftigen Doppelkorn, vorwiegend aber einen mindestens 40%igen Wodka mit der Anweisung fünfmal täglich 2 cl. Der Vorteil dieser reinen Spirituose, in der sich keine Fuselöle finden lassen, liegt auf der Hand. Der Alkohol erweitert die Gefäße, was zu einer verbesserten Durchblutung führt. Zudem dehydriert er den Körper, was die Wasserbelastung und damit den Blutdruck senkt. Die Patienten konnten besser atmen und mussten dafür nicht auf Medikamente zurückgreifen, die zumeist mit starken Nebenwirkungen verbunden waren. Dies galt auch für Herzpatienten, die Probleme mit der Koronardurchblutung hatten. Außerdem eignet sich ein Wodka auch ganz gut bei Muskelverspannungen oder venösen Durchblutungsproblemen als Einreibemittel, wozu dann allerdings schon ein 70%iger Gorbatschow oder ein anderer hochprozentiger Wodka notwendig ist.