Nicht umsonst gehört die Ukraine zum sogenannten “Vodka-Belt“. Dabei handelt es sich um jene Länder, in denen Wodka “traditionell” hergestellt wird. Bis zum heutigen Tage wird Wodka aus der Ukraine gern konsumiert. Zu den gehobenen Marken gehört Staritsky Levitsky Vodka, den wir schon getestet haben. Allerdings gibt es auch einen etwas jüngeren Vertreter der Marke, Distil No. 9.

distilno9_1

Auftreten im “Craft-Look”

Der Trend hin zu Craft-Vodka scheint auch diesen Wodka ganz und gar mitgenommen zu haben. Die Flasche hat etwas von bodenständig und 19. Jahrhundert. Preislich liegt dieser Wodka bei ca. 20 bis 30 Euro für 0.75 Liter. Das finden wir ordentlich und im Rahmen. Dieser “Premiumwodka” soll die Neuinterpretation eines traditionellen ukrainischen Rezeptes darstellen, wird 5-fach destilliert und 4-fach gefiltert. Außerdem ist die Auflage auf 9.999 Flaschen limitiert.

Sehr harmonisch, gehoben und unkompliziert

Geschmacklich lässt sich das Bekenntnis zum Craft-Trend allerdings nicht feststellen. Es handelt sich um einen sehr guten, hochqualitativen milden Wodka. Man kann ihn gut pur trinken, aber auch mischen. Insgesamt hinterlässt Distil No. 9 einen sehr ordentlichen, aber keinen überragenden Eindruck. Dafür ist der Geschmack letztlich zu verwechselbar. Andere können mild noch besser – mehr Charakter wäre vielleicht doch eher angebracht gewesen. Das alles ändert nichs daran, dass vier ehrliche Sterne angemessen sind.

distilno9_3