Inwiefern und wie genau sich die Anzahl der Destillationen und des Filterns auf den Geschmack von Wodka auswirken ist höchst umstritten. Nach der Verkostung unzähliger Wodkas können wir jedenfalls bestätigen, dass die Tatsache ob ein Wodka 3, 5, oder 8 mal gefiltert worden ist für sich genommen keinerlei Implikationen hat. Das Gesamtprodukt zählt. Dennoch treibt Purity Vodka aus Schweden es auf die Spitze: Ganze 34mal soll hier destilliert werden für den reinsten Geschmack.
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Wie ein Kristall

Die Flasche von Purity Wodka ist wie ein Kristall designed, der Auftritt durchaus wertig. Unzählige Goldmedaillen finden sich auf dem Behältnis und das Statement ist klar: Das hier ist etwas ganz besonderes. 34-mal destilliert, Bio, gemacht aus Winterweizen und Gerste auf einem alten schwedischen Anwesen, welches seine Wurzeln in das 13. Jahrhundert zurück führen kann. Thomas Kuuttanen hat sich hier einiges vorgenommen. Die Flasche schlägt normalerweise mit 30 bis 40 € zu Buche.

Gut, aber dick aufgetragen

Zum ersten Mal begegnet ist uns dieser Wodka auf der Fähre zwischen Helsinki und Tallinn. Man findet ihn aber auch in deutschen Feinkostläden. Eigentlich stellt sich Purity mit den endlosen Superlativen selber ein Bein; natürlich handelt es sich um einen besonderen Wodka. Aber der Geschmack ist doch zu wenig individuell, als dass man ihn für immer und ewig in Erinnerung behält. Man kann ihn pur genießen oder mixen, wobei er für letzteres fast zu schade. Die Erscheinung an sich ist beeindruckend, der Inhalt kann leider nicht ganz das hohe Niveau halten.

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