Es ist kalt im Winter in Finland. Der Gedanke, ein bisschen Gerste zu destillieren um daraus ein (von innen) wärmendes Getränk zu machen liegt nicht fern. Seit 1970 gibt es Finlandia bereits. Und seit 2004 gehört die Marke zu Brown-Forman, einem amerikanischen Großkonzern, der unter anderem auch die Rechte an Jack Daniel’s Whisky hält. Da die Skandinavier einen guten Ruf genießen, wenn es um Wodka geht, sollten wir uns auch diesen Burschen etwas genauer ansehen.

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Grundsolide

Finlandia wird schon gerne einmal im Supermarktregal übersehen. Dabei gibt es keinen eigentlichen Grund dafür. Das Flaschendesign, welches an schmelzendes Eis erinnern soll, ist minimalistisch aber gelungen. Der Inhalt ist qualitativ über jeden Zweifel erhaben. Das Gerstengetränk erinnert eher an polnischen Roggenwodka, als an Weizen. Allerdings ist der Charakter des Getreides nicht ganz so durchdringend. Der Preis ist in etwa auf Absolut Wodka Niveau angesiedelt, einen Ticken darüber. Trotz seiner Zugehörigkeit zu einem amerikanischen Konzern scheint Finlandia die guten Tugenden eines Finnen bewahrt zu haben und stolz fortzuführen. Was kann daran falsch sein?

Unspektakulär

Das Problem bei diesem Wodka, der sowohl als Shot wie im Cocktail funktioniert, ist seine Schlichtheit. Solidität und Ausgeglichenheit sind zwar im wahren Leben äußerst löbliche Eigenschaften, aber im Reich des Wodka geht es um die große Show. Hier kann Finlandia unter dem Streich leider trotz aufwendigen Marketings nicht mithalten. Irgendwie fehlt das gewisse Extra; sowohl geschmacklich wie sonst.

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