Mähren ist eines der drei historischen Länder der Tschechischen Republik. Und ja, dort wird auch Wodka hergestellt. Unseren Testkandidaten Hanácká vodka wird man zwar normalerweise nicht in einem deutschen Supermarktregal oder einer Bar in der DACH Region finden. Dies hindert uns aber keineswegs daran, unseren kritischen Gaumen zum Zug kommen zu lassen.

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Traditionell innen

Laut Website des Herstellers ist Hanácká der erste Markenwodka in der Region. Die Wurzeln der Marke gehen auf die 1950er Jahre zurück. Dies zeigt sich ganz klar am traditionell geprägten Äußeren, welches an Marken erinnert, welche ebenfalls ihren Ursprung in den 1950ern verorten. Das kann man mögen oder nicht. Uns ist dieser Ansatz etwas zu klassisch.

Traditionell außen

Was findet sich im Glas? Es ist ein ganz typischer, milder Weizenwodka. Die Neutralität des Geschmacks erinnert etwa an Smirnoff. Wer Rafinesse und/oder Charakter sucht, ist hier falsch. Aber das muss ja auch nicht sein. Wir können den Tschechen uneingeschränkt für Cocktails und den puren Genuss als Shot empfehlen, selbst wenn ersteres aufgrund der Mildheit im Vordergrund stehen dürfte. Es ist wie so oft mit Wodkas dieser Art: Beim Kauf kann man nicht wirklich etwas falsch machen, aber eben auch nicht zu viel richtig. Daher bleibt es bei einer Bewertung von drei Punkten.

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