Wodka ist eine der beliebtesten Spirituosen der Welt, wahrscheinlich sogar die Beliebteste. Dennoch hat es Wodka bisher nicht geschafft, denselben Liebhaberstatus wie Gin oder Whisky zu erreichen. Das liegt wesentlich wohl daran, dass Wodka nicht gleich Wodka ist. Die Vielfalt ist enorm und auch die Unterschiede in Qualität und Preis sind riesig. Hier ein paar Gedanken zum Wodkajahr 2015.

Der Trend zum “Craft Wodka”

So sehr wir Wodka lieben, so sehr sind wir uns darüber bewusst, dass er nicht gerade die schickste unter den Spirituosen ist. Wir verstehen das nicht. Und da sind wir nicht die einzigen. Denn bei einer genauen Beobachtung der Szene lässt sich feststellen, dass Wodka ungemein viel Potenzial bietet, was sicherlich mit der relativ lockeren Regulierung des Getränks zu tun hat. Was für “Craft Beer” und ähnliches gilt, lässt sich allmählich auch im Wodkageschäft erleben. Immer mehr Anbieter heben sich von der Masse ab. Sie suchen die Zutaten bewusst aus, verwenden hochqualitative und seltene Rohstoffe, reinstes Wasser und erzeugen den Alkohol selbst. Das hat nichts mit Marketingmaschinerie und Glitzern zu tun, hat allerdings auch seinen Preis. Daher unser Rat: Es lohnt – gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz – sich über lokale Produkte zu informieren und hinter das Etikett zu schauen. Mancher Wodka kann mehr, als man ahnt und kostet dabei nicht ein Vermögen.

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Individualität zeigen

Wichtig ist es, den großen Marken nicht blind zu vetrauen. Da es relativ einfach ist einen simplen Wodka herzustellen, der qualitativ nichts mit der Rafinesse von Craft Wodka zu tun hat, wird man oft von Marketing und aufgeblasenem Auftritt verprellt. Die wichtigste Botschaft ist aber, der Vielfalt eine Chance zu geben und auszuprobieren. Egal wo man auf der Welt Wodka kauft, wenn man die Marke nicht kennt und noch nie probiert hat weiß man letztlich nie genau, was in der Flasche steckt. Es lohnt sich – gerade wenn man Wodka nicht oft trinkt – in Fachgeschäfte zu gehen und sich beraten zu lassen. Wir machen es immer so, dass wir uns eine gute Adresse aussuchen und zwei Wodkas kaufen: Der erste spricht uns an; der zweite ist das Ergebnis aus der Frage an den Verkäufer, welchen Wodka er selber am liebsten trinkt. Damit wurden wir noch nie enttäuscht. Letztlich weiß man aber nie genau, was man bekommt. Und das ist gerade das Schöne daran.

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