Es gibt wenig Spirituosen, die eine solch steile Karriere hingelegt haben wie Pan Tadeusz Wodka. Seit seiner Markteinführung im Jahr 1999 hat er sich zum international bekannten Premiumwodka empor stilisiert. Warum diese Entwicklung absolut verdient ist, erfährst du in unserem Beitrag.
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Pan Tadeusz – „Der polnische Faust“

Geht man vom Namen aus, so hätte man diesem Wodka die Erfolgsstory durchaus zutrauen können. Denn „Pan Tadeusz“ steht für eine der berühmtesten Figuren der polnischen Literatur, vergleichbar mit dem deutschen „Faust“. Veröffentlicht im Jahr 1834 und geschrieben vom polnischen Nationaldichter Adam Mickiewicz ist das gleichnamige Werk das Nationalepos und eines der meistgelesenen Bücher Polens. Übersetzt bedeutet der Name „Herr Tadeusz“ – die Verwendung des Vornamens zusammen mit der Sie-Formel „Pan“ oder bei Frauen „Pani“ ist eine gängige Höflichkeitsform in Polen.

1999 wurde das Epos dann vom polnischen Starregisseur Andrzej Wajda sehr erfolgreich verfilmt. Zeitgleich mit dem Kinostart brachte man auch den gleichnamigen Wodka auf den Markt.

Der Bezug zum Epos ist aber nicht nur namentlich gegeben, sondern auch im Design sichtbar. Die Flasche ist mit einer zeitgenössischen Zeichnung des „Pan Tadeusz“ sowie – je nach Flaschendesign – mit einer Kopie des Titeldrucks des originalen Werkes versehen. Überhaupt sind die Produzenten von Pan Tadeusz sehr kreativ: Ähnlich wie bei der Coca Cola Kampagne vor ein paar Jahren gibt es zahlreiche, abgewandelte Etiketten mit Vornamen wie Pan Robert, Pan Jan etc. (keine Fälschungen!) auf dem Markt.

Ein Mischwodka aus Roggen und Weizen

Doch nicht nur sein Name ist besonders, auch die Zusammensetzung von Pan Tadeusz ist keinesfalls gewöhnlich für einen Wodka der gehobenen Klasse. Die Basisrohstoffe sind nämlich Roggen und Weizen. Genau genommen handelt es sich bei Pan Tadeusz daher um einen Mischwodka.

Die beiden Ausgangsstoffe werden im Herstellungsverfahren ungefähr in einem gleichen Verhältnis zusammengemischt. Um den Rang einer Premiumspirituose zu erhalten, muss allen voran auf die Auswahl der Grundstoffe sowie das zum Verschneiden verwendete Wasser geachtet werden. Beide sind von höchster Qualität.

Seit seiner Markteinführung vor ca. 20 Jahren verkauft sich Pan Tadeusz Wodka sehr erfolgreich auf der ganzen Welt. Die Marke gehört mittlerweile zum französischen Konzern Pernod Ricard, wird aber – anders geht es bei einem polnischen Wodka ja auch nicht – in Polen aus polnischen Rohstoffen hergestellt.

Pan Tadeusz: Das Jever unter den Wodkas

Die Basisstoffe Roggen und Weizen lassen erahnen, dass es sich bei Pan Tadeusz um einen Wodka „mit Charakter“ handelt. Und so ist es auch. Überraschend ist der eher strenge Geruch, der an stärkere Wodkas, aus beispielsweise Kartoffeln, erinnert. Die herbe Note ist auch im Geschmack deutlich erkennbar. Sie ist der Zugabe von Roggen geschuldet, der für die bitteren Aromen in diesem Wodka verantwortlich ist.

Im Abgang zeigt sich wiederum die Präsenz des Weizens. Dieser sorgt für einen leichtes, fast mildes Finish, welches Pan Tadeusz „beruhigt“ und ihm im Abschluss ein angenehmes, sanftes Wesen verleiht. Auffallend ist, dass er trotz seiner Kraft nicht auf der Zunge brennt, was wiederum mit der hohen Qualität dieser Premiumspirituose zusammenhängt.

Das Herbe, das Pan Tadeusz auszeichnet, ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber es ist auch das Herausragende an diesem Wodka. Denn eine solch kraftvolle Mischung mit mildem Abgang ist in dieser Qualität auf dem Wodkamarkt nicht oft zu finden. Wenn du dir unter dieser Beschreibung nichts vorstellen kannst, hilft vielleicht diese Zusammenfassung: Was das Jever für das Bier ist, ist Pan Tadeusz für den Wodka.

Preislich nicht unbedingt im Premiumbereich

Wer es also kaum erwarten kann, Pan Tadeusz Wodka zu probieren, darf sich freuen: Mit ca. 16,– € für die 0,7 Liter Flasche ist er eher günstig und preislich nicht im Premiumbereich anzutreffen. Dabei hat dieser Wodka der gehobenen Klasse neben seinem verhältnismäßig guten Preis einiges zu bieten: besonderen Geschmack, Qualität, einen edlen, historischen Namen sowie das stylische Flaschendesign – ein Wodka für besondere Stunden also. Kein Wunder, dass er häufig als Hochzeitswodka ausgewählt wird.

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